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Medizinische Wahlleistungen ( IGel) —
Botulinumtoxin-Behandlung (Dysport):

 
 

Medizinische Wahlleistungen bei Wirbelsäulenschäden:

Die Behandlung mit Botulinumtoxin

Jeder kennt das Problem: Ein plötzlicher Krampf im Fuß, in der Wade oder ein Schreibkrampf in der Hand — starke Muskelverspannungen können besonders schmerzhaft sein.
 
Viele Menschen leiden aber auch unter lang andauernden Muskelverspannungen im Rücken oder in der Nackengegend. Das führt oft zu quälenden Rückenschmerzen oder Spannungskopfschmerzen, die jedoch nichts mit der Wirbelsäule oder den Bandscheiben zu tun haben. Bisher verschrieben die Ärzte dagegen Gymnastik, Massagen und muskelentspannende Medikamente. Für die medikamentöse Behandlung bei schmerzhaften Muskelverspannungen gilt, dass mit steigender Wirksamkeit als Nebenwirkung, auch eine zunehmende Müdigkeit auftritt. Hinzu kommt die Gefahr einer Medikamentenabhängigkeit. Deshalb sollten muskelentspannende Arzneimittel nur kurz eingesetzt werden.
 
Häufige Ursache für diese Verspannungen sind langes Sitzen vor dem Computer oder im Auto, eine schlechte Matratze im Bett, falsche Körperhaltung oder einfach nur zu wenig Schlaf. Was viele Patienten auch nicht wissen: sogar psychische Probleme am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft können oft zu starken Muskelverspannungen führen. Nach dem Motto: Wer Sorgen hat, dem tut der Rücken weh.

Was ist Botulinumtoxin?

Botulinumtoxin, genannt auch Dysport, ist ein hochgereinigtes, natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Dieses wird von einem Bakterium mit dem Namen Clostridium botulinum gebildet.

Wie wirkt Botulinumtoxin?

Wird Botulinumtoxin in kleinster Menge gezielt in einen Muskel gespritzt, verhindert das Mittel dort die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin aus den Nervenfasern.
 
Ohne das Acetylcholin fehlt den Nervenfasern der Befehl, sich zusammenzuziehen. Die Folge: Die Muskeln entspannen sich!
 
Durch diese leichte Lähmung wird der Muskel geschwächt und ruhig gestellt.
Beste Voraussetzung dafür, dass der spannungsbedingte Schmerz verschwindet.
Der Teufelskreis von Muskelverspannungen und Schmerzen wird unterbrochen.
Andere Nervenfunktionen (Tasten und Fühlen) werden nicht beeinflusst.
 
Damit es nicht so weh tut, wird das Botulinumtoxin mit einer sehr feinen Nadel gespritzt.

Wie schnell und wie lange wirkt Botulinumtoxin?

Die Wirkung tritt 2 - 10 Tage nach der Injektion ein. Nach zwei Wochen ist der maximale Effekt erreicht. Sie hält drei bis maximal fünf Monate an, anschließend ist eine Wiederholung möglich und wieder genauso wirksam. Nach weiteren Injektionen wirkt das Botulinumtoxin sogar bis zu einem Jahr.

Wo wird Botulinumtoxin eingesetzt?

Botulinumtoxin wird in der Medizin seit mehr als 20 Jahren eingesetzt. Zunächst in der Augenheilkunde zur Behandlung von muskulären Schielstellungen, Verkrampfungen der Augenlider (Blepharospasmus) und Schiefhals (Torticollis) sowie in der Neurologie zur Behandlung von Erkrankungen mit einer krankhaft erhöhten Muskelverspannung (z.B. Spannungskopfschmerz und Migräne). Ein weiteres Anwendungsgebiet ist heute die kosmetische Behandlung von Falten im Gesichtsbereich.

Welche Nebenwirkungen hat Botulinumtoxin?

Bei der Verwendung von Botulinumtoxin sind kaum Komplikationen zu erwarten. Wie bei jeder anderen Spritzeninjektion in die Haut, kann es zu einer Hautreizung, Hautinfektion oder einer leichten Schwellung kommen. In ganz wenigen Fällen ist die Entstehung eines Blutergusses beobachtet worden. Allergische Reaktionen (z.B. Rötung, Juckreiz) sind äußerst selten. Alle Nebenwirkungen bilden sich innerhalb weniger Tage zurück. Ein entscheidender Vorteil der Botulinumtoxin-Behandlung besteht darin, dass es nach der Injektion in einen Muskel zu keiner Verteilung im gesamten Körper kommt. Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Gewichtszunahme sind daher unbekannt.
 
Botulinumtoxin darf nicht eingesetzt werden bei Patienten, die an einer generellen Muskelschwäche leiden. Aufgrund fehlender klinischer Erfahrung darf Botulinumtoxin auch nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewandt werden. Auch nicht Patienten mit einer Allergie gegen Lactose oder Human-Albumin.
 
Botulinumtoxin darf auch nicht bei akuten Hautkrankheiten, bei akuten Entzündungen der zu behandelnden Stelle und bei Einnahme von Antibiotika oder Muskelrelaxantien angewandt werden. Ebenso wenig bei spezifischen Rückenschmerzen wie z.B. Bandscheibenvorfall oder Tumoren.

Was muss vor der Behandlung beachtet werden?

Eine Woche vor der Behandlung sollte kein blutverdünnendes Medikament oder Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) genommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Medikamenten.

Wie wird Botulinumtoxin angewandt?

Das Prinzip der Behandlung von Schmerzmedikamenten mit Botulinumtoxin besteht darin, den Wirkstoff genau in die schmerzhafte Muskulatur zu spritzen. Ziel der Behandlung ist es, in genau die schmerzhaften Muskelverhärtungen (sog. Triggerpunkte) zu injizieren, und diese damit als Schmerzquelle auszuschalten.
 
Gezielte Durchbrechung von Muskelverspannungen und Schmerz.

Was kostet eine Behandlung?

Die Krankenkassen übernehmen manchmal die Kosten der Behandlung auf Antrag.
Auskünfte erhalten Sie bei der jeweiligen Krankenversicherung oder Krankenkasse.
 

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